| Unterschriftenlisten von Spreewälder Kahnfährleuten an Matthias Platzeck übergeben |
| Montag, 19. September 2011 | |
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Spreewald: Die Kahnfährgenossenschaft Lübbenau und Umgebung e.V. bat den Landtagsabgeordneten Werner-Siegwart Schippel (SPD) die im gesamten Spreewald gesammelten Unterschriftenlisten an den Ministerpräsidenten Matthias Platzeck zu übergeben. Bei den Unterschriften geht es um die aus ihrer Sicht überproportional hoch angesetzten gesundheitlichen Eignungsnachweise für Kahnfährleute. In dem dazu gehörigen Brief bitten Sie den Ministerpräsident um seine Unterstützung, um entsprechende Eignungsnachweise zum Führen von Personenkähnen auf ein „gesundes“ Maß zurückzuführen.
Schippel übergab
während des letzten Plenums die in nur kurzer Zeit von gewerbsmäßig aktiven Fährleuten gesammelten 358
Unterschriften an Ministerpräsident Platzeck. Damit schloss er sich gleichzeitig dem Anliegen der Kahnfährleute an: Wenn ich mir vorstelle, dass Gesundheitsuntersuchungen für Kahnfährleute
intensiver ausfallen als z.B. bei Busfahrern, bei denen doch ganz andere
Geschwindigkeiten und Verkehrsaufkommen eine Rolle spielen, dann kommen schon
Zweifel an der Sinnhaftigkeit so mancher Verordnung auf. “
Im Spreewald erreicht man handgestakt ein Tempo von etwa
3 km pro Stunde – mit Motor sind es 6 km/h – und befördert ca. 20 - 30
Personen.
Schippel hält,
ähnlich wie die Kahnfährleute, bei dem gesundheitlichen Check einen Rhythmus
über einen größeren Zeitraum, bei älteren Fährleuten einen Zeitraum von 5
Jahren für angebracht. „Mit diesen Abständen käme man aus meiner Sicht den
Kahnfährleuten nachvollziehbar entgegen, ohne das gegenüber den Gästen des
Spreewaldes die Fürsorgepflicht vernachlässigt wird.“
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